

Hallo an alle die unsere Reise verfolgen!
Heute ist schon unser dritter Tag hier in Edinburgh. Schön langsam haben wir uns aklimatisiert und wissen wie es hier so läuft. Der öffentliche Nahverkehr hier in Edinburgh besteht aus den Lothian Bussen sowie aus den Trams. U-Bahnen, wie in Wien, gibt es hier nicht. Und mit den Fahrzeiten nehmen sie es hier auch nicht so ganz genau, es sind eher Richtwerte. Es kann also passieren, dass man auch mal 20 min. auf einen Bus wartet. Wenn man also zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort sein möchte, ist es eine gute Entscheidung, immer einen gewissen Zeitpolster einzuplanen, für eventuelle Verzögerungen. Zu unserem Pech gab es ja fünf Tage vor unserer Anreise auf der Princess-Street einen großen Brand. Ein ehemaliges Kaufhaus, das allerdings seit einigen Jahren schon leerstand und jetzt zu einem Hotel umgebaut hätte werden sollen, brannte bis auf die Grundmauern ab. Da es nicht mehr zu retten ist, wird es nun abgebaut, da Einsturzgefahr herrscht. Deshalb ist ein Teil der Princess-Street gesperrt und sämtliche Busse werden umgeleitet uns haben andere Fahrpläne. Das trägt natürlich nicht gerade dazu bei, dass die Busse schneller und pünktlicher sind. Man muss sich einfach Zeit nehmen. Irgendwann kommt er schon *ggg*
Das war auch heute wieder unser Motto. Denn wir waren heute wieder quer durch Edinburgh unterwegs. Zuerst waren wir in der Surgeons Hall, das ist das schottische Pendant zum pathologisch/anatomischen Museum in Wien. Hier geht es um die Geschichte der Chirurgie und Anästhesie in Schottland. Zahlreiche Exponate, auch aus privaten Sammlungen, sind hier ausgestellt sowie auch zahlreiche Wachspräparate und in Formaldehyd eingelegte Organe. Es war sehr interessant und information und für mich auch herausfordernd, da ja alles nur auf Englisch geschrieben war. Julia hatte damit natürlich keine Probleme.
Im Anschluss daran machten wir uns mit dem 26er Bus auf den Weg zum Portobello Beach. Edinburgh ist ja eine Küstenstadt und liegt am Firth of Forth, einer Flußmündung, die direkt in die Nordsee übergeht. Als wir aus dem Bus ausstiegen waren jedoch noch überall Häuser, wir mussten noch ein Stück hinuntergehen. Und plötzlich am Ende der Straße sahen wir es – das Meer. Das war schon irgendwie ein besonderer Moment, zumal ich das Meer zuletzt im Jahr 2018, damals in Bulgarien, gesehen habe. Allerdings war gerade Ebbe d.h. das Meer hatte sich ziemlich zurückgezogen und im nassen Sand lagen unzählige Quallen und viele winzigkleine, weiße Muscheln.
Ich hatte eine Picknickdecke mit und wir haben uns in den Sand gesetzt und unsere mitgebrachten Sandwiches gegessen. Julia macht jeden Abend eine Jausenbox, die wir dann am nächsten Tag mitnehmen. Wir haben ja in unsererem Quartier nur Frühstück inkludiert. Aber Katrina, in deren Haus wir wohnen, versorgt uns so reichhaltig mit allem Möglichen, dass wir auch genug haben, um uns jeden Tag Brote, Obst, Kekse und Wasser mitzunmehmen. Generell ist diese Unterkunft ein Lotto-Sechser. Wenn wir wieder mal nach Edinburgh reisen sollten, dann nur zu Katrina. Wir fühlen uns pudelwohl bei ihr und genießen unsere Tag hier in vollen Zügen.
Lg Moni und Julia





















2 Kommentare zu „Edinburgh Tag 3 – Surgeons Hall / Portobello Beach“
… und, wie war die Pizza?
Sehr gut, ganz dünn und knusprig!