Blog Edinburgh 2026

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Edinburgh… aber bitte das richtige!

Wer aus Österreich stammt, kennt das Problem: Man sagt irgendwo auf der Welt „Austria“, und das Gegenüber hört zuverlässig „Australia“.


Kängurus statt Kaffeehäuser. Wüste statt Alpen. Hitze statt Schnee. Und dann kommt unsere Website mit „Edinburgh“ daher – und plötzlich wird es richtig kompliziert.

Denn es gibt nicht nur Austria vs. Australia.

Es gibt auch Edinburgh vs. Edinburgh.Das eine ist die schottische Hauptstadt mit Edinburgh Castle, Fringe Festival, Dudelsäcken und Regen quer zur Windrichtung.

Das andere liegt mitten im Südatlantik, heißt offiziell Edinburgh of the Seven Seas, zählt rund 259 Einwohner und ist so isoliert, dass selbst Google Maps kurz Luft holt, bevor es zoomt.

Wie sich diese drei Klassiker der Geografie-Verwechslung treffen

Stell dir vor:

– Man erzählt begeistert von „unserem Edinburgh“ und kommt aus Östereich
– Der Zuhörer denkt sofort an Schottland.
– Ein Dritter hört „Australian Edinburgh“ und sucht schon gedanklich nach einem Känguru mit Schottenrock
– Die Realität? Ein Mini-Ort mitten im Atlantik, weit weg von allem – inklusive no Kängurus, Kilts und Koalas.

Wenn Österreich, Australien und zwei Edinburghs aufeinandertreffen, entstehen geografische Missverständnisse von weltmeisterlichem Niveau.

Warum das süd­atlantische Edinburgh überhaupt so heißt

  • 1867 besuchte Prince Alfred, Duke of Edinburgh die Insel Tristan da Cunha. Zuvor hieß der Ort schlicht „The Settlement“. Nach dem Besuch bekam er seinen heutigen Namen – vermutlich der einzige Fall weltweit, bei dem ein Adelstitel zu einer globale Verwechslungskaskade führt.

    Im Gegensatz zu Schottland, Australien und Österreich findet man hier:

     – keine Midges, dafür reichlich Atlantikwind
     – einen einzigen Pub – die „Albatross Bar“
     – ein Postamt, dessen seltene Briefmarken unter Sammlern Kultstatus haben
     – eine Langustenfabrik als wichtigsten Arbeitgeber
     – eine Schule für alle Kinder des Ortes
     – ein Museum
    mit Originalteilen aus Schiffswracks
     – einen aktiven Vulkan, der 1961 die komplette Evakuierung erzwang



Hier die offizielle Webpräsenz der Insel: https://tristandc.com



Und während das schottische Edinburgh Millionen Besucher zählt und Australien jedes Jahr Heerscharen von Backpackern empfängt, sieht Edinburgh of the Seven Seas pro Jahr nur wenige hundert Gäste.

Wenn du hier „Edinburgh“ liest, meinen wir:

– das original schottische Edinburgh, mit Dudelsack, Highland-cow and no Kangaroos.
 –
nicht das hinter den sieben Meeren gelegene für das man mehrere Tage per Schiff braucht um es zu erreichen, so das selbst Seemöwen irritiert.
 – nicht ein australisches Edinburgh(das es zum Glück gar nicht gibt)
 – und wir kommen definitiv nicht aus Australia, sondern aus Austria, mit Muhlikuhs und Mozart-Sound

Edinburgh weltweit – eine kurze Einordnung

Der Name Edinburgh ist kein Einzelphänomen, sondern ein global verbreiteter Ortsname. Ausgangspunkt ist die schottische Hauptstadt Edinburgh, deren kulturelle und historische Bedeutung dazu geführt hat, dass Auswanderer den Namen in viele Teile der Welt mitgenommen haben.

Heute finden sich mehrere Orte mit diesem Namen – vor allem in den USA, aber auch in Kanada, Australien und vereinzelt in der Karibik. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um kleinere Städte oder Siedlungen, die im Zuge der schottischen Migration im 18. und 19. Jahrhundert entstanden sind.

In Summe existieren weltweit grob geschätzt etwa 10 bis 20 Orte mit dem Namen Edinburgh – abhängig davon, ob man nur größere Städte oder auch kleine Siedlungen berücksichtigt.

Die Namenswahl war dabei selten zufällig: Sie steht für Herkunft, Identität und oft auch für den Anspruch, ein Stück der kulturellen Bedeutung des „Originals“ in die neue Welt zu übertragen.


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